Frank piesackt

 

Kiel - Mit kleinen Schikanen versucht die Firma Frank die Mieter der von dem Unternehmen zum Abriss vorgesehenen Häuser in der Moltkestraße aus ihren Wohnungen zu ekeln. Mit verweigerter Instandhaltung, nervigen Besuchen des Maklers und zugenagelten Fenstern ging es los. Mit zugeklebten Fenstern, vernachlässigter Gartenpflege und einer zweiten Kündigungswelle ging es weiter. Neueste Idee: Große Bauzäune aus Stahl „sichern“ die Terrassen leer stehender Wohnungen. Idylle ade! Firma Frank zeigt ihr wahres Gesicht. Ein Grund mehr, die Mieter so tatkräftig wie möglich zu unterstützen.

 

August 2007, Mieterzeitung, DMB

 

Mieter wollen Genossenschaft gründen

 

Kiel - In mehreren Versammlungen hat eine Vielzahl von Mietern der vom Abriß bedrohten Frank-Wohnungen in Kiel die Planungen, eine Kleingenossenschaft zu gründen, vorangetrieben. Hintergrund dieser Überlegungen ist die Einschätzung, daß die Spekulationsabsichten von Firma Frank nicht ausreichen, um Räumungsurteile zu erstreiten. Damit die Wohnungen nicht von Spekulant zu Spekulant weitergereicht werden, muß ein mieterfreundlicher „Exit“ offen stehen, wenn Frank einlenkt.

 

August 2007, Mieterzeitung, DMB

Frank Heimbau rechtfertigt sich:

 

 „… die Eigentümerin wurde von der hiesigen Polizei dazu aufgefordert, die leerstehenden Wohnungen zu sichern. Aus diesem Grund sind die Bauzäune aufgestellt worden. Eine Entfernung der Bauzäune wird nicht vorgenommen.“, so die schriftliche Antwort der Frank Heimbau an einige Mieter, die die Entfernung der Bauzäune forderten.

 

Erkundigungen bei der Polizeidienststelle Düppel-
straße Kiel haben keinen Hinweis darauf gegeben, dass diese Begründung zutrifft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Betreff: Kieler Nachrichten vom 24.03.2007

 

Liebe Mitglieder des Kieler Mietervereins,

 

in den Kieler Nachrichten vom 24.03.2007 heißt es unter der Überschrift „Sanierung ist wirtschaftlich nicht zu vertreten“ wörtlich wie folgt: „...Das Mietrecht kenne die Verwertungskündigung, auch ein Abriss sei durchaus als berechtigtes Interesse vorstellbar,...“. Diese Einschätzung teilen wir nicht. Sie wird durch das Gesetz auch nicht gestützt . Die sogenannte „Verwertungskün-
digung“ geht auf § 573 Abs. 2 Ziffer 3 BGB zurück. Diese Bestimmung lautet wie folgt: „Ein berechtigtes Interesse des Vermieters an der Beendigung des Mietverhältnisses liegt insbesondere vor, wenn ... 3. der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstückes gehindert und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde...“. Die Betonung liegt auf den Worten „und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde“.

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